Wollen Sie ihre Teilhaberechte wahrnehmen, um eine Seniorenpolitik mit Vielfalt zu gestalten?

Aktualisiert: Aug 2

Von der Berliner Bevölkerung ü60 machen ältere Menschen mit asiatischer Herkunft 1% aus. Jedoch sind sie in der Seniorenpolitik mit weit weniger als 1% zu finden.


Seit Jahrzehnten kamen viele Menschen nach Deutschland als Gastarbeiter*innen, Geflüchtete oder aus anderen persönlichen Gründen. Im Laufe der Zeit haben einige von ihnen entschieden, hier alt werden zu wollen. Im Vergleich zu anderen Bevölkerungsgruppen wächst die Anzahl älterer Menschen mit Migrationsgeschichte sehr schnell. Allein in Berlin hat sich ihre Zahl innerhalb von zwei Jahren 2017-2019 fast verdoppelt (von 92.834 auf 158.620 Personen).


Diese Entwicklung gilt auch für ältere Berliner*innen mit asiatischer Herkunft. Ausgewählt sind 9 Herkunftsländer aus Ost- und Zentralasien (Afghanistan, China, Hongkong, Japan, Nordkorea, Südkorea, Macau, Mongolei und Taiwan) und 18 Herkunftsländer aus Süd- und Südostasien (Bangladesch, Bhutan, Brunei Darussalam, Indien, Indonesien, Kambodscha, Laos, Malaysia, Malediven, Myanmar, Nepal, Pakistan, Philippinen, Singapur, Sri Lanka, Thailand, Timor-Leste und Vietnam). Innerhalb von zwei Jahren 2017-2019 nahm ihre Zahl um 28% zu (von 7.741 auf 9.948 Personen).



Quelle: Eigene Berechnung nach Einwohnerregister Berlin, Stichtag 31.12.2019



Im Jahr 2019 bildeten ältere Menschen mit asiatischer Herkunft zusammen 1% der Berliner Bevölkerung ü60, die 60 Jahre oder älter sind (von 9.948 zu 931.615 Personen). Für die vielfältige Migrationsgesellschaft Berlins, in der es viele kleine Migrantengruppen gibt, stellt 1% eine bedeutsame Größe dar. Jedoch sind Vertreter*innen mit asiatischer Migrationsgeschichte in der Seniorenpolitik kaum sichtbar.







Werden Wünsche und Bedürfnisse asiatischer Senior*innen ausreichend berücksichtigt? Haben ältere Berliner*innen, egal welcher Herkunft, die gleichen Teilhabechancen am gesellschaftlichen und politischen Leben?

Auf der Landesebene werden Interessen von Senior*innen mit Migrationsgeschichte im Landesseniorenbeirat (LSBB) durch das Kompetenzzentrum Interkulturelle Öffnung der Altenhilfe (kom*zen) vertreten.


Angesichts der steigenden Zahlen braucht Berlin eine stärkere Teilhabe älterer Menschen mit Migrationsgeschichte. Durch die Teilhabe können verschiedene Migrantengruppen in der Stadtgesellschaft sichtbar werden und sich selbst vor Diskriminierung schützen.

Liebe asiatische Seniorinnen und Senioren,

wollen Sie Ihre Teilhaberechte wahrnehmen, um eine Seniorenpolitik mit Vielfalt zu gestalten?

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